Seminarangebot

Geschichte der Meditation

Teilnehmende eines Online-Seminars zur Geschichte der Meditation

Drei Seminarbereiche, ein roter Faden

Die Angebote sind so aufgebaut, dass Teilnehmende ohne Vorkenntnisse einsteigen können — und trotzdem in die Tiefe gehen, wenn sie bereit dafür sind.

01

Ursprünge & Quellen

Dieses Seminar untersucht die ältesten dokumentierten Meditationsformen — Upanishaden, buddhistische Pali-Texte und taoistische Atemübungen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Teilnehmende arbeiten direkt mit Quelltexten in Übersetzung.

8 Einheiten · je 90 Minuten

02

Mittelalter bis Moderne

Vom christlichen Hesychasmus über sufische Dhikr-Praktiken bis zur Verbreitung des Zen im 20. Jahrhundert — dieser Kurs zeigt, wie Meditation kulturelle Grenzen überschritt und sich dabei veränderte. Schwerpunkt liegt auf den Jahren 1850 bis 1970.

6 Einheiten · je 120 Minuten

03

Wissenschaft & Gegenwart

Seit den 1970er-Jahren haben mehr als 6 000 Studien meditative Zustände untersucht. Dieses Seminar ordnet diese Forschung historisch ein und fragt, was die Neurowissenschaft tatsächlich erklärt — und was sie offen lässt.

5 Einheiten · je 100 Minuten

Was Teilnehmende berichten

Rückmeldungen aus 14 Ländern. Die Erfahrungen unterscheiden sich — je nach Vorwissen und persönlichem Interesse. Gemeinsam ist den meisten, dass die historische Perspektive ihre Sichtweise auf die eigene Praxis verschoben hat.

Porträt von Tobias Wehrle

Tobias Wehrle

Philosophielehrer, Österreich

Ich hatte erwartet, einen groben Überblick zu bekommen. Stattdessen haben wir im zweiten Seminar 45 Minuten lang einen einzigen Abschnitt aus den Upanishaden analysiert — das war genau das richtige Tempo für mich.

Porträt von Mirela Ostrowski

Mirela Ostrowski

Psychologin, Polen

Der Kurs zur Wissenschaft und Gegenwart hat mir geholfen, klinische Studien besser einzuordnen. Nicht alles, was ich zuvor gelesen hatte, hielt einer historischen Prüfung stand — das war unbequem und wertvoll zugleich.

Gunnar Þórsson

Übersetzer, Island

Ich hatte keine Vorkenntnisse in Meditationsgeschichte. Das erste Seminar war fordernd, aber die Diskussionsrunden nach jeder Einheit haben mir geholfen, die Konzepte zu verankern.

Wie ein Seminar aufgebaut ist

Jede Einheit folgt demselben Grundmuster — nicht weil Gleichförmigkeit angenehm ist, sondern weil Wiederholung das Verarbeiten historischer Informationen erleichtert.

  1. Quellenarbeit

    Jede Einheit beginnt mit einem Primärtext — 1 bis 3 Seiten. Teilnehmende lesen ihn vorab und bringen Fragen mit. Interpretation entsteht im Gespräch, nicht durch Vortrag.

  2. Historischer Kontext

    30 Minuten strukturierter Einordnung: Wann entstand der Text, in welchem sozialen Umfeld, welche Praxis beschreibt er tatsächlich? Zeitlinien und Vergleichsbeispiele helfen bei der Orientierung.

  3. Diskussion

    Gruppen von 4 bis 8 Personen tauschen sich 20 Minuten aus. Kein Konsens ist das Ziel — unterschiedliche Lesarten nebeneinander stehen zu lassen ist Teil des Lernprozesses.

  4. Vertiefungsmaterial

    Nach jeder Einheit gibt es 2 bis 4 weiterführende Quellen — optional, unterschiedlich anspruchsvoll. Wer tiefer gehen möchte, findet Material; wer nicht, verpasst nichts Wesentliches.