Lernprogramm · Meditationsgeschichte

Geschichte
der Meditation

6 Module. 4.000 Jahre Überlieferung.

Dieses Programm untersucht, wie Meditationspraktiken entstanden, sich über Kulturgrenzen hinweg verbreiteten und in unterschiedlichen historischen Epochen neu gedeutet wurden — von frühen vedischen Texten bis zu wissenschaftlichen Studien des 20. Jahrhunderts.

6 Module
18h Seminarmaterial
12 Diskussionsrunden
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Historische Meditationspraxis — Seminardarstellung

Sechs Module,
ein roter Faden

Jedes Modul behandelt eine klar abgegrenzte Epoche oder Region. Innerhalb dieser Grenzen werden Primärquellen, kulturelle Kontexte und Übertragungswege gemeinsam analysiert. Die Module bauen inhaltlich aufeinander auf, können aber auch einzeln nachvollzogen werden.

01

Vedische Ursprünge

Die frühesten schriftlichen Belege für meditative Versenkung stammen aus dem Rigveda, entstanden etwa 1500–1200 v. Chr. Dieses Modul untersucht den Begriff Dhyana in Sanskrit-Texten und die Rolle der Atemübungen in brahmanischen Ritualen.

3 Stunden · Woche 1
02

Buddhistische Überlieferung

Zwischen dem 5. und 3. Jahrhundert v. Chr. systematisierte die buddhistische Tradition Meditationspraktiken in Pali-Texten wie dem Satipatthana Sutta. Wir vergleichen Theravada- und Mahayana-Ansätze und verfolgen ihre Ausbreitung entlang der Seidenstraße.

3 Stunden · Woche 2
03

Taoismus und chinesische Schulen

Im China des 4. Jahrhunderts v. Chr. entwickelten taoistische Denker eigene Formen innerer Stille. Dieses Modul vergleicht Zuowan (sitzendes Vergessen) mit buddhistischen Einflüssen und zeigt, wie Chan-Buddhismus aus dieser Begegnung entstand.

3 Stunden · Woche 3
04

Mystische Traditionen Europas

Christliche Kontemplation — von den Wüstenvätern des 3. Jahrhunderts über Meister Eckhart bis zur Hesychastischen Bewegung in Byzanz — weist strukturelle Parallelen zu östlichen Praktiken auf, die lange unbeachtet blieben.

3 Stunden · Woche 4
05

Sufismus und islamische Mystik

Dhikr-Praktiken im Sufismus, die ab dem 8. Jahrhundert dokumentiert sind, zeigen, wie Atemrhythmus und Wiederholung als Meditationswerkzeuge in einem islamischen Kontext neu gerahmt wurden — ohne direkten Bezug auf vedische Vorläufer.

3 Stunden · Woche 5
06

Verwissenschaftlichung im 20. Jahrhundert

Ab den 1960er Jahren begannen Forscher wie Herbert Benson und Jon Kabat-Zinn, Meditationspraktiken klinisch zu untersuchen. Dieses Modul bewertet, was bei der Übersetzung in westliche Wissenschaftssprache verloren ging und was gewonnen wurde.

3 Stunden · Woche 6

Programmleitende Fachpersonen

Zwei Perspektiven — historisch und kulturwissenschaftlich

Porträt von Tobias Wernecke, Historiker

Tobias Wernecke

Religionshistoriker

Tobias hat 14 Jahre lang Primärquellen aus dem Sanskrit, Pali und Mittelhochdeutsch analysiert. Seine Arbeit konzentriert sich auf Übertragungswege zwischen Kulturen — konkret: wie Meditationstechniken über Handelsnetzwerke und Klosterverbindungen reisten, nicht über abstrakte Diffusion.

Porträt von Sigrid Ohlendorf, Kulturwissenschaftlerin

Sigrid Ohlendorf

Kulturwissenschaftlerin

Sigrid untersucht, wie Meditationspraktiken beim Übergang in neue Kulturen umgedeutet wurden. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem 20. Jahrhundert: Wie wurden jahrtausendealte Techniken in westliche psychologische Konzepte übersetzt — und welche Bedeutungsverschiebungen entstanden dabei?

4.000 Jahre dokumentierte Geschichte
8 Kulturkreise im Vergleich
36 Primärquellen analysiert
2024 Gründungsjahr des Programms

Häufige
Fragen

Vier Fragen, die vor der Anmeldung regelmäßig gestellt werden — direkt und ohne Umschweife beantwortet.

Seminarumgebung für Meditationsgeschichte
Welche Vorkenntnisse sind erforderlich?

Keine speziellen Vorkenntnisse nötig. Das Programm richtet sich an Teilnehmende, die Meditation als historisches und kulturelles Phänomen verstehen möchten — unabhängig davon, ob sie selbst meditieren oder nicht. Lesekompetenz auf B2-Niveau in Deutsch ist ausreichend.

Wie ist das Programm zeitlich strukturiert?

Das Programm läuft über 6 Wochen. Pro Woche gibt es ein Live-Seminar von ca. 90 Minuten, ergänzt durch aufgezeichnetes Material im Umfang von weiteren 90 Minuten. Diskussionsrunden finden zweimal pro Woche statt und dauern jeweils 45 Minuten.

Gibt es eine Abschlussbescheinigung?

Ja. Teilnehmende, die alle 6 Module abschließen und an mindestens 4 der 12 Diskussionsrunden teilnehmen, erhalten ein Teilnahmezertifikat von Aktionsimpuls.vip. Das Zertifikat dokumentiert Themenumfang und Stundenanzahl.

Können internationale Teilnehmende mitmachen?

Ja. Das Programm ist vollständig remote zugänglich, von jedem Ort der Welt. Alle Seminare werden auf Deutsch abgehalten. Zeitzonenkonflikte lassen sich durch die aufgezeichneten Lektionen ausgleichen — Live-Termine werden im Voraus kommuniziert.

Wie viel Zeit sollte ich pro Woche einplanen?

Realistisch sind 4 bis 6 Stunden pro Woche: Seminar, Aufzeichnungen, Lektüre und eine Diskussionsrunde. Wer tiefer einsteigen möchte, findet zusätzliche Quellen — diese sind aber optional, nicht Voraussetzung für das Zertifikat.